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Kategorien: ! Alle anzeigen, iPad: Tool, iPhone: Tool | Datum: 24.01.2012

iPIN 2.11: Endlich passt mal jemand auf meine Passwörter auf!

In der modernen Welt ist das ein No-Go: ich kann mir einfach keine Zahlen merken. Das ist vor allem ein Problem, wenn es um die ganzen PINs, User-IDs, Passwörter und Seriennummern geht, die im Alltag immer wieder benötigt werden. Zum Glück gibt’s iPIN. Die Universal-App für iPhone und iPad mimt mein Gedächnis – und zeigt auch wirklich nur mir die Zahlen.

Mein Freund Gerd ist da ganz pragmatisch. Er schreibt die Geheimnummern seiner EC-Karten immer mit Edding direkt auf die Karten. So braucht er sie sich nicht im Kopf zu merken und hat sie immer sofort zur Hand. Klar auch, dass sein Bankberater Schnappatmung bekommen würde, wenn er das sehen könnte. Vom Sicherheitsaspekt her ist diese Vorgehensweise sicherlich nicht empfehlenswert.

Das Problem ist aber: Im Alltag bekommt man es einfach mit zu viel Geheimwörtern zu tun. Ohne sie funktioniert das Online-Banking nicht, kann man kein Geld am Bankautomat ziehen, lassen sich geschützte Web-Portale nicht betreten und können Handys nach einem Absturz nicht neu aktiviert werden.

Die Universal-App iPIN bietet sich als mobiler Safe an, der alle wichtigen Geheimwörter memoriert und sie bei Bedarf zur Verfügung stellt. Alle Eingaben landen hier in einer mit dem 256-BIT AES-Algorithmus verschlüsselten Datenbank, sodass gewiefte Datendiebe nur einen unleserlichen Buchstabensalat präsentiert bekommen, wenn sie die Datenbank knacken würden.

Der Anwender selbst schaltet den Zugang zur Datenbank mit einem Passwort frei – dem letzten, das er sich in Zukunft noch merken muss. Intelligenter ist es, alternativ das hypermoderne Sensorfeld von iPIN zu benutzen. Das zeigt neun geometrisch angeordnete Sensoren auf dem Bildschirm an. Über sie kann man mit dem Finger hinwegstreichen oder sie auch antippen. So gibt man einen grafischen Code vor – etwa ein rasch gestrichenes Zorro-Z. So ein gewischter Code lässt sich leicht merken. Außenstehende können ihn aber nicht erraten, weil es einfach zu viele mögliche Kombinationen gibt.

In der App ist es ganz leicht, neue Passwörter zu erfassen. Zur besseren Gliederung macht es Sinn, zunächst einmal thematische Listen wie “Handy”, “Bank” oder “Internet” anzulegen. Innerhalb der Listen lassen sich dann leicht neue Eingaben erfassen. Die App erlaubt es, einen Namen für den Eintrag zu vergeben, eine einzeilige PIN zu erfassen und ein passendes Icon aus einem beiliegenden Fundus mit einigen Dutzend Bildern zu wählen.

Die Listen lassen sich beliebig sortieren – etwa so, dass häufig benötigte PINs ganz oben in der Ansicht stehen. Im Alltag geht der Abruf der PINs überraschend schnell vonstatten. Die Freischaltung über das Sensorfeld gelingt auch einhändig im Stehen und ist gerade unterwegs viel alltagstauglicher als die klassische Passworteingabe. Umgehend schaltet die App die Passwörter frei, die sich ganz schnell per Daumendruck aufrufen lassen.

Cool: Die App zeigt die PINs und Passwörter nicht einfach nur an. Hier hat man sich wirklich etwas einfallen lassen. Sobald eine PIN abgerufen wird, füllt die App den ganzen Bildschirm mit Zahlen in allen nur erdenklichen Größen und Grauschattierungen. Die eigentliche PIN wird nur ganz klein ins Zentrum geschrieben. So haben Unbeteiligte echte Probleme damit, dem Anwender über die Schulter zu schauen und dabei auch noch die PIN abzulesen. Zumal die nach einigen Sekunden automatisch wieder ausgeblendet wird. Noch besser: In den Einstellungen kann man einen Algorithmus setzen, der die PIN-Zahlen automatisch umstellt. Dann muss man sie etwa immer von hinten nach vorn lesen. DAS muss man natürlich wissen – was Außenstehende nicht tun.

Die eingegebenen PINs lassen sich in einem Backup sichern und als passwortgeschützte PDF-Datei exportieren – auch das sind sehr bemerkenswerte Funktionen.

Fazit: iPIN macht einen sehr guten Eindruck als mobile Passwort-Verwaltung. Insbesondere das schnell zu bedienende Sensorfeld und die so klug geschützte Anzeige der PINs machen großen Eindruck auf mich. Ich habe eine ganze Weile nach der Möglichkeit gesucht, zweiteilige Passworttexte zu erfassen und später auch darzustellen. Gerade bei Online-Portalen und E-Mail-Accounts ist das ja sehr wichtig. Inzwischen weiß ich, dass ich dafür die Funktion “Neues Konto” wählen muss. Hier lassen sich zweizeilige Passwörter erfassen, die dann auch so angezeigt werden. Prima.

Schön wäre die Möglichkeit, alle Passwörter online am PC zu erfassen, was per Copy and Paste deutlich schneller gehen würde. Andererseits müssen die PINs ja aber auch nur einmal erfasst werden.

Wichtig: Dieses Review wurde für die Version 2.01 geschrieben. Die 2.02 erlaubt das Hinzufügen eigener Icons, bietet eine PDF Verschlüsselung nun mit 128 Bit an und fügt weitere kleinere Korrekturen durch. Die Version 2.0.3 beseitigt einen kleinen Bug. Die 2.0.4. erlaubt es, Backup-Dateien per Mail zu versenden und sie mit iPin zu öffnen. Die 2.11 beseitigt einen Fehler auf dem iPad und löscht den Inhalt der Zwischenablage alle 60 Sekunden. Auch läuft die App im Hintergrund weiter.

iPIN 2.11
Anbieter: Frank Möller, Ibilities
Größe: 8,6 MB
Preis: 2,39 Euro
Sprache: Deutsch
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