Kategorien: Alle anzeigen, iPhone: GRATIS, iPhone: Kommunikation | Datum: 24.01.2012
Amen 1.1.5: Das neue soziale Netzwerk mit Promi-Faktor
Twitter, Facebook – was kommt als nächstes? Es könnte Amen werden, ein neues soziales Netzwerk, das in Berlin entstanden ist und das u.a. von Hollywood-Prominenten wie Ashton Kutcher und Demi Moore finanziert wird. Die kostenlose iPhone-App ist jetzt erschienen. Zeit, sich den Hype einmal anzusehen.

Keine Frage: Die Idee hinter Amen klingt gut, das könne etwas werden. Bei der sozialen Plattform, die nach langer Betaphase inzwischen für alle Anwender offensteht, können sich die User wie üblich kostenfrei anmelden und einen eigenen Account eröffnen.
Bei Amen posten sie aber keine persönlichen Befindlichkeiten, sondern stattdessen “starke Meinungen”. Es gibt drei unterschiedlich eingefärbte Kategorien für diese Meinungen – für Personen, Plätze oder Dinge. Ziel ist es, Statements abzugeben. Etwa “Herr der Ringe ist der beste Film aller Zeiten”. Oder “Berlin ist die beste Stadt”. Oder “Stephen King ist der beste Autor”. Bei der Eingabe einer solchen Phrase ist die App dem Anwender behilflich und versucht, die neue Phrase mit ähnlichen, bereits vorhandenen Bausteinen zu einer Aussage zu verbinden. Einige wenige Fingerzeige reichen dann im besten Fall bereits aus, um die eigene Phrase einzugeben. Damit die Texte universell verständlich und vergleichbar bleiben, werden sie in englischer Sprache verfasst.
Das Statement wird im Amen-Stream veröffentlicht. Wie es üblich ist, kann man einzelnen Personen folgen, um so zu sehen, was sie gerade posten. So kann man auch Ashton Kutcher und Demi Moore folgen, die als Financiers bereits seit der Betaphase in Amen aktiv sind und hier gern ihre Meinungen öffentlich machen.
Wichtiger: Liest man eine Aussage, die man unterstützt, so tippt man einfach auf “Amen” und unterstützt die Phrase so. Lehnt man die Aussage hingegen entsetzt ab, so steht “Hell, no” als Alternative bereit – und man muss selbst eine Meinung eingeben, um die Top-Listen der App somit weiter mit Leben zu füllen.
Wenn nur ausreichend viele Personen bei Amen mitmachen, kann das Netzwerk sehr schnell eine enorme Macht gewinnen. Man stelle sich nur einmal vor, dass viele Millionen Anwender der Meinung sind, dass Coca Cola besser schmeckt als Pepsi – oder McDonalds besser als Burger King ist. Ganze Marketing-Schlachten könnten so statistisch relevant ein für alle Mal entschieden werden. Amen könnte auch die Top 10 der besten Filme aller Zeiten auswerfen oder aufzeigen, ob das Gros der Anwender Apple oder Android besser findet.
Wenn man sich aber zurzeit durch die Amen-Veröffentlichungen klickt, so wird derzeit noch viel Schwachsinn gepostet, der in einem seriösen Meinungsportal nichts zu suchen hat und die Idee verwässert. Hinzu kommt, dass selbst spannende Hitlisten wie die des besten Films aller Zeiten noch immer zu wenige Einträge und zu wenige “Amen” aufweisen.
Es macht Spaß, mit der App Amen zu spielen. Damit das Projekt aber Fahrt aufnimmt und sich wirklich einen Platz unter den fünf wichtigsten sozialen Netzen verdient, müssten sich noch Millionen neue Anwender anmelden. Denn wenn das nicht bald passiert, verpufft die gute Idee leider wieder. (Carsten Scheibe)
Hinweis: Dieses Review wurde für die Version 1.1.1 geschrieben. Die Version 1.1.2 bietet eine neue Navigation, neue Notifikationen, neue Profile und einer Suche nach Personen. Die Version 1.1.4 erlaubt es nun auch, sich über Facebook anzumelden. Die Anwenderprofile können mit einer Biografie versehen werden. Die Version 1.1.5 erlaubt es, Meldungen von überall auch an Facebook und Twitter weiterzugeben. Bei Facebook kann dabei auch ein Foto weitergegeben werden.
Amen 1.1.5
Anbieter: Amen GmbH
Größe: 2,9 MB
Preis: Gratis-App
Sprache: Deutsch
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