Kategorien: Scheibes Kolumne | Datum: 12.12.2011
iPad 3 im März: Wohin mit den alten Brettern?
Es ist ein Stress. Wer bei seinen Apple-Geräten immer auf dem neuesten Stand bleiben möchte, muss sparen, sparen, sparen: Jährlich erscheint eine neue Geräte-Generation. Nun ist das iPad 3 für das Frühjahr 2012 anvisiert. Natürlich locken Features wie ein Retina-Display. Allerdings muss auch klar gesagt werden: iPad 1 und iPad 2 sind noch absolut konkurrenzfähig und es besteht eigentlich kein Grund zum Wechseln.

Die Gerüchteküche schiebt wieder Extraschichten. Zurzeit stürzen sich alle Analysten auf das iPad 3. Es soll im Frühjahr 2012 vorgestellt werden. So scheint Apple bereits die Produktion des iPad 2 herunterzufahren, damit zum Start im Februar, März oder April keine Altlasten mehr im Apple Store stehen.
Beim iPad 3 steht vor allem eine Neuerung auf dem Gerüchteplan: das Retina-Display. Die Auflösung der Tablet-Kachel soll dabei deutlich wachsen und 2.048 x 1.536 Bildpunkte anzeigen können. Zum Vergleich: Das iPad 2 bringt es nur auf 1.024 x 768 Pixel, sodass sich die Auflösung glatt vervierfacht. Die App-Entwickler wird es ärgern, weil sie nun schon wieder eine neue Bildauflösung berücksichtigen müssen. Die Anwender wird es freuen. Texte erscheinen dann glasklar, Filme kommen noch besser zur Geltung und auch Karten lassen sich besser lesen. Vor allem Spiele werden von der höheren Auflösung profitieren.
Das Retina-Display wird allerdings zur Hintergrundbeleuchtung noch eine Reihe mehr LEDs benötigen. Das wird das Gerät etwas dicker machen als das iPad 2. Die alten Smart Cover sollen allerdings weiterhin funktionieren, sodass man sich nicht gleich alle Zubehörartikel neu kaufen muss. Es gibt allerdings auch Stimmen, die davon sprechen, dass das iPad 3 trotz allem dünner wird als das Zweier. Ob das gelingt, hängt natürlich von den Zauberkünstlern in Cupertino ab, die immer mehr Hardware auf immer weniger Platz zusammenstauchen müssen. Die Anbieter von Taschen und Hüllen dürfte es nicht glücklich stimmen, dass das iPad seine Form verändert – und nun eine dickere ebenso wie eine schmalere Version im Raum stehen. Wie sollen sie da vorproduzieren?
Im Gespräch ist außerdem ein leistungsstärkerer A6-Prozessor, der den A5 des iPad 2 ablösen soll. Möglich könnte auch eine Quadcore-CPU sein, um dem iPad 3 richtig Power zu geben – auch um konkurrenzfähig zu den vielen Android-Tablets zu sein. Viele Anwender wünschen sich außerdem eine bessere Kamera oder noch mehr Gigabyte-Speicherplatz. Hier ist im Online-Flurfunk allerdings noch nichts zu hören. Da Apple alle Details sowieso immer erst bei der Keynote zur Vorstellung der neuen Geräte verrät, sind alle vorher veröffentlichten Gedanken zur iPad-3-Ausstattung sowieso nur Kaffeesatzleserei.
Viele Anwender sind schon ganz heiß auf ein iPad 3 mit noch mehr Power und noch mehr Auflösung. Ein Problem ist aber: Die alten Geräte sind noch so gut, dass ein Wechsel eigentlich gar keinen Sinn macht. Das iPad 1 funktioniert noch immer tadellos und ist ein erstklassiges Gerät, mit dem sich eBooks lesen, Filme gucken, Mails schreiben und Spiele spielen lassen. Das iPad 2 hingegen ist noch so neu, dass sich viele Anwender noch gar nicht vom Schmerz des Geldausgebens erholt haben. Was also ist zu tun? Soll man noch einige Gerätegeneration überspringen und ein neues iPad erst dann kaufen, wenn das alte Tablet den Geist aufgibt? Oder MUSS man immer up to date sein? Dann bliebe nur der Weg, das alte iPad den Kindern zu vererben und im ersten Quartal 2012 ein wenig Geld beiseite zu legen, um für das neue Gerät gewappnet zu sein.
Ärgerlich ist das Herannahen des iPad 3 vor allem für die Anwender, die nun ein iPad 2 zu Weihnachten geschenkt bekommen. Dann ist das nagelneue Gerät schon wieder veraltert, kaum dass man es ausgepackt hat. (Carsten Scheibe)
PS: Ich habe das iPad 2 übersprungen und werde mir das Dreier holen. Wie handhabt ihr das?


