Kategorien: ! Alle anzeigen, iPhone: Musik | Datum: 10.11.2011
Moodagent 3.0.2: In der Stimmung für Musik
In meiner iTunes-Bibliothek schlummern einige tausend Songs. Auf das iPhone habe ich nur die Musik meiner Lieblingsbands übernommen. Trotzdem ist die Auswahl immer noch gewaltig. Ich habe keine Lust, Wiedergabelisten zusammenzupuzzeln. Der Moodagent nimmt mir zum Glück die ganze Arbeit ab.

Wenn ich mit dem Hund spazieren gehe, im Garten relaxe oder auf einer Geschäftsreise im Hotel übernachte, nutze ich das iPhone als iPod. Ich habe ein paar Gigabytes meiner Lieblingsmusik auf dem Gerät – darunter alles von Neil Young, Dido, Fehlfarben, De-Phazz, Morcheeba, Schiller, Pink Floyd, Nine Horses und Nick Cave. Die letzten Jahre über habe ich immer ganze Alben gehört oder aber dem ganzen Ouevre im Zufalls-Modus gelauscht. Natürlich wäre ein Mix ganz nett. Aber der muss auch passen. Ich habe aber keine Zeit, selbst die entsprechenden Wiedergabelisten zu programmieren.
Muss ich auch gar nicht, denn der Moodagent nimmt mir die ganze Arbeit ab. Die App scannt meine Musikbibliothek und sucht dann genau die Songs heraus, die zu einem von mir vorgegebenen Stimmungsbild passen. Damit das gelingt, muss der Moodagent meine Musik einmalig auf Herz und Nieren prüfen. Dieser Vorgang dauert eine ganze Weile und macht eine Online-Anbindung nötig. Nach der Synchronisation “weiß” der Software dann, welche Songs “hart” klingen und welche sich am besten für einen sinnlichen Abend mit der Freundin eignen. Anscheinend pflegen die Entwickler der App eine große Song-Datenbank. Ganz vollständig ist sie jedenfalls nicht: Knapp 300 Songs aus meiner Bibliothek konnten nicht “synchronisiert” werden.
Die Bedienung von Moodagent ist kinderleicht. Im schwarzen Programmfenster gibt es fünf farbige Balken, die ich mit dem Finger nach oben aufziehen kann. Jeder Balken steht für eine Musikstimmung – sinnlich, verliebt, fröhlich, genervt und aufgedreht. Indem ich die Balken nach oben oder nach unten ziehe und sie somit verstärke oder reduziere, definiere ich eine ganz bestimmte Musikstimmung.

Sofort stellt die App eine Playliste aus meinen Songs zusammen, die zu eben dieser Musikstimmung passt. Ein Fingerzeig reicht auch schon aus, um mit der Wiedergabe zu beginnen. So macht es Spaß, mit der App zu arbeiten. Gut ist auch, dass sich eine Playliste speichern lässt – für den späteren Wiedergebrauch. Auch nicht schlecht: Gefällt mir ein Song gerade besonders gut, kann ich ihn als Basis definieren. Dann sucht der Moodagent nach weiteren Songs, die zum gewählten Vorbild passen.
In der aktuellen Version ist es erstmals möglich, die eigenen Einstellungen und Playlisten via Facebook und Twitter an Freund und Bekannte weiterzugeben.
Die Frage ist nur: Würde ich für Moodagent knapp vier Euro ausgeben? Wohl eher nicht. Da mir die App zu teuer ist, ziehe ich in der Wertung wieder einen Punkt ab. Wer das Geld nicht ausgeben möchte, kann übrigens auch auf eine kostenlose Free-Version ausweichen. (Carsten Scheibe)
Hinweis: Dieses Review wurde für die Version 2.0 geschrieben. In der Version 2.2 ist es nun auch möglich, seine Musikeinstellungen über Facebook und Twitter weiterzugeben. In der Version 3.0 gibt es lokalisierte Empfehlungen, die Musik auch abhängig vom Ort anbieten, an dem man sich gerade befindet. Die Version 3.0.2 behebt Probleme im Umgang mit dem iOS 5.
Moodagent 3.0.2
Anbieter: Syntonetic
Größe: 3,4 MB
Preis: 3,99 Euro
Sprache: Deutsch
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