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Kategorien: Alle anzeigen, iPad: Freizeit, iPhone: Freizeit | Datum: 04.11.2011

Rezepte 2.3: Das Volks-Rezeptbuch mit 1.000 neuen Rezepten

Was essen wir denn heute? Wenn einer darauf die Antwort weiß, dann garantiert die iPhone-App “Rezepte” in der neuen Version 2.3. Über 8.800 Rezepte sind hier bereits versammelt – erfreulich bodenständige noch dazu. Mit dem iPhone oder dem iPad in der Hand macht das Kochen endlich wieder Spaß.

Die alten gedruckten Kochrezeptbücher fliegen aus der Küche direkt in die Tonne. Der Grund: Sie sind über die Jahre schmuddelig geworden, bieten meist nur eine kleine Auswahl an Rezepten und lieben es, völlig abgedrehte Gerichte vorzustellen, die für den eigenen Alltag zu überzogen sind. Niemand möchte gern mit Trüffeln arbeiten, wenn die Kinder eh nur Pasta und Pommes auf dem Teller zulassen.

Die iPhone-App “Rezepte” von Alexander Blach sammelt inzwischen in der Version 2.3 über 8.800 Rezepte aus dem Online-Portal Rezeptewiki.org. Ab sofort liegen auch die eingebundenen Fotos dieser Rezepte offline im Programm vor, das deswegen in der Version 2.3 die 100 MB Grenze gesprengt hat. Das bedeutet aber auch, dass die App IMMER funktioniert – also selbst dann, wenn es in der Küche weder ein WLAN noch einen Handy-Empfang gibt.

Spaß macht es, in der überaus gediegen gestalteten Oberfläche der iPhone-App auf “Zufall” zu drücken. In diesem Fall spendiert uns die App sieben nach dem Zufallsprinzip aus dem gewaltigen Fundus ausgewählte Rezepte. Die Verwendung dieser Funktion lohnt sich immer dann, wenn niemand in der Familie so richtig weiß, was eigentlich am Abend auf den Teller kommen soll. In diesem Fall kann man sich gern von “Rezepte” inspirieren lassen. Wie wäre es denn etwa mit einem Avocado-Brotaufstrich, einer grünen Spargelsuppe oder Spaghetti alla Norma?

Im Normalfall haben die Köche aber schon eine konkrete Idee. In diesem Fall hilft “Rezepte” auf hervorragende Weise dabei, Rezepte hervorzukramen, die man schon lange Zeit vergessen (oder nie erlernt) hat. Linsensuppe, Spaghetti Carbonara, Lasagne, Kohlrouladen, Königsberger Klopse: Diese ganzen Leckereien muss man nicht unbedingt aus der Büchse oder aus der Pulvertüte kaufen – man kann sie auch wunderbar nach althergebrachter Weise selbst machen.

Die einzelnen Rezepte zeigen meist ein plakatives Foto – leider nicht immer. Darunter verrät die App sofort, wie lange es dauert, das ausgewählte Rezept in die Tat umzusetzen und wie hoch der Schwierigkeitsgrad in der Küche ist. Anschließend werden die Zutaten genannt, die sich jederzeit aus der Ansicht heraus auf eine eigene Einkaufsliste setzen lassen. Das ist doch einmal gut mitgedacht. Weiter geht es im Rezept mit einer Aufstellung des Kochgeschirrs, das zum Kochen und Bruzzeln bereitgestellt werden sollte. Die Anleitung für die Zubereitung fällt sehr ausführlich aus, ist aber so gut in einzelne Etappen unterteilt, dass man wunderbar einen Punkt nach dem anderen abarbeiten kann. Am Ende nennt das Rezept noch mögliche Varianten und gibt Tipps. Gerade aufgrund der Verständlichkeit und der Ausführlichkeit wissen die Rezepte sehr zu beeindrucken – das hat wirklich Hand und Fuß.

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Wer möchte, kann den Fundus auch nach Kategorien filtern. “Rezepte” listet dann nur noch “Abendessen”, “Auflaufgerichte”, “Backwaren”, “Diätgerichte”, “Fastfood”, “Fingerfood”, “Grillgerichte”, “Großeltern Küche” oder “Hausmannskost”, um nur einen Bruchteil der Kategorien zu nennen. Klar, “Innereien” und “Meeresfrüchte” sind nicht jedermanns Geschmack. Wer nörgeligen Nachwuchs hat, freut sich aber über die Gerichte aus der “Kinderküche”. Oder gibt sich mit den 1.300 Cocktails die Kante, die “Rezepte” kennt. Übrigens ist es möglich, die eigenen Lieblingsrezepte immer gleich mit einem Lesezeichen zu versehen. So fällt es leicht, sich eine ganz persönliche Sammlung mit Favoriten anzulegen.

Ach ja: Rezepte stellt auch noch 2.500 Zutaten ausführlich vor – mit allen wichtigen Nährwertangaben. Wer in den Kühlschrank guckt und feststellt, dass nicht mehr viel da ist, kann auch mehrere Zutaten in Kombination benennen und die App dazu auffordern, alle Rezepte zu listen, die sich mit dem Wenigen noch zubereiten lassen.

Rezepte erlaubt es übrigens, die Schriftgröße zu ändern, Mengen beim Hinzufügen in die Einkaufsliste umzurechnen und die Automatische Sperre des iPhones zu deaktivieren, damit sich das Gerät beim Kochen nicht ständig von selbst ausschaltet.

Mein Fazit: Ich finde, dass digitale Kochrezepte die Zukunft sind. Das iPhone neben dem Herd macht mehr Sinn als ein dickes Buch, das ständig Fettspritzer abbekommt. Ich habe jetzt viele Apps aus diesem Bereich auf meinem iPhone getestet: Rezepte ist das bislang beste, weil es extrem viele bodenständige Rezepte in sehr ausführlicher Form listet. Egal, was ich bislang kochen wollte: Die App konnte helfen. (Carsten Scheibe)

Kommentar: Der Review wurde ursprünglich für die Version 1.5 geschrieben und angepasst. In der neuen Version 2.0 bringt Rezepte noch mehr Rezepte und Zutateninfos mit. Hinzu kommt eine iPad-Unterstützung, ab sofort lässt sich das Programm als Universal-App nutzen. In der Version 2.1 wurden die Hauptkategorien bebildert und die iPad-Fassung verbessert. Die Version 2.3 spendiert 1.000 neue Rezepte und bringt über 300 neue Zutatenbeschreibungen mit. Diese Zahlen sind bereits in das Review eingearbeitet.

Rezepte 2.3
Entwickler: Alexander Blach
Größe: 130 MB
Preis: 2,39 Euro
Sprache: Deutsch
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