Kategorien: Alle anzeigen, iPhone: Freizeit, iPhone: GRATIS | Datum: 10.08.2011
Ultraviolet – UV Index 1.0.1: Darf ich in die Sonne?
Es ist ja fast schon verwerflich und zynisch, den Deutschen nach diesem üblen Regensommer eine App anzubieten, die vor zu viel UV-Strahlung warnt. Wer aber noch einmal in den Urlaub aufbrechen möchte, zahlt für Ultraviolet keinen Cent. Die App findet via GPS den eigenen Standort heraus, zeigt den aktuell vorherrschenden UV-Index und rät dazu, welche Sonnencreme besser zum Einsatz kommen sollte.

Ja, hätte ich DAS früher gewusst! Das hätte mir so manchen Sonnenbrand im Urlaub erspart. Das sagen freilich nur die Urlauber, die ihre Ferien nicht im neuen Regenparadies Deutschland verbracht haben. Oder in den Anrainerstaaten, die ebenfalls mehr Regen- als Sonnentage abbekommen haben. Auf anderen Kontinenten gabs aber bestes Wetter. Und genau dann lohnt es sich, das iPhone zu zücken, um die Gratis-App Ultraviolet zu konsultieren.
Die App findet via GPS den eigenen Standort heraus. Das geht ganz schnell. Umgehend zeigt die App in seinem Fenster den Namen der Stadt an, in der man sich gerade aufhält. Passend dazu wird der aktuelle UV Index ausgegeben. Der steht für den Anteil der ultravioletten Strahlen im Sonnenlicht, die es geschafft haben, Atmosphäre, Ozonschicht und Wolken zu durchdringen – und zunächst für den Sonnenbrand und später für den Hautkrebs verantwortlich zeichnen.
Generell kann man sagen, dass der Anteil des UV-Lichts mit der Intensität der Sonneneinstrahlung steigt. Aber ganz so einfach ist es nicht. Vor allem an tropischen Urlaubsorten wird der UV-Faktor leicht unterschätzt. Nun ja, kein Wunder: In Deutschland liegt der UV-Faktor zurzeit bei 1. Das ist im Grunde genommen gar nix, da braucht man nicht einmal eine Sonnencreme. Bei Faktor 6 wird der UV-Faktor aber schon als “high” eingestuft. Die App rät zu einer Sonnenbrille, einer Schutzcreme mit Faktor 30+ und viel Kleidung auf der Haut. Ein Hut kann auch nicht schaden. Länger als zwei bis drei Stunden nach der Mittagshitze sollte man sich nicht in der Sonne aufhalten. Beim UV-Faktor 11 alias “Extreme” sollte man zwei Stunden vor bis drei Stunden nach der Mittagssonne gar nicht mehr nach draußen gehen. Neben einer Einschätzung für den aktuellen Tag zeigt die App immer auch den UV-Faktor für den kommenden Tag an. Das hilft bei der Planung von Ausflügen und Strandbesuchen. Ideal für Urlauber, die zwar braun werden wollen, aber nicht rot.

Ultraviolet ist nur eine kleine App, ein Gimmick. Sie kostet nix und finanziert sich über eingeblendete Werbung. Gut, die Werbung nervt und stuft die App um einen Stern herunter. Aber Ultraviolet stammt von der dänischen App-Schmiede Robocat, die schon den wunderschönen Wetterbericht Outside programmiert hat. Die Jungs haben es in Sachen Optik einfach drauf. Und so ist auch Ultraviolet eine App zum Hingucken: Tolle Grafiken schüren den Spaß, die App immer mal wieder neu zu starten, um die UV-Belastung zu messen. (Carsten Scheibe)
Ultraviolet – UV Index 1.0.1
Anbieter: Robocat
Größe: 18,5 MB
Preis: Gratis-App
Sprache: Englisch
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