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Kategorien: Alle anzeigen, iPhone: Spiele | Datum: 29.07.2011

Hungry Shark Part 3 3.0.2: Der Haifisch, der hat Zähne!

Hungry Shark ist ein echtes iPhone-Kultspiel, das in nicht einmal einem Jahr über 10 Millionen Spieler begeistern konnte. Nun ist der dritte Teil erschienen. Er schickt den hungrigen Hai durch eine neue Vulkan-Unterwasserpassage, bietet über 25 neue Feinde und Futterfische, stellt auf HD-Grafik um und erlaubt es dem Hai, ein geheimes Unterwasserlabor leerzufressen.

Nun mal ganz ehrlich: Ein wenig makaber muss man schon drauf sein, um Hungry Shark spielen zu können. Immerhin steuert man hier einen großen Hai durchs Meer, der alles mit Zähnen umschließt, was ihm vor die kurzsichtigen Augen kommt. Das Spiel ist aber so schräg, abwechslungsreich, einfach bedienbar und adrenalintreibend, dass man alle moralischen Bedenken schnell über Bord wirft und sich gern der Freßlust des Hais hingibt. Auch wenn ihm mal ein Zweibeiner vor die Schnauze schwimmt.

Eins noch vorweg: Das Spiel wird regelmäßig erweitert. Part 1 ließ den Hai in Strandnähe plantschen. Part 2 erweiterte dieses Set um eine Tiefsee-Szenerie mit gefährlicher Riesenkrabbe - unseren Review finden Sie HIER. Im neuen Part 3 kommt nun das gefährliche Vulkan-Labyrinth und eine menschliche Unterwasser-Forschungsstation hinzu. Was wundert: Die alten Apps bleiben weiterhin im App-Store stehen. Part 1 ist zwar inzwischen gratis, aber Part 2 wird noch für 0,79 Euro verkauft. Dabei reicht es doch völlig aus, das neue Part 3 zu kaufen. Noch besser wäre es freilich, die Updates würden immer nur einer einzelnen Version zugute kommen, wie das ja bei vielen anderen Spiel-Apps üblich ist – siehe Doodle God, Angry Birds oder Cut the Rope. Einmal bezahlen und dann immer wieder neue Erweiterungen spielen: Dieses Konzept mag man als Anwender doch sehr. Immerhin gibt es jetzt eine iPad-Version des Spiels, die alle drei Parts vereint.

Los geht’s: Im Spiel Hungry Shark steuert man den hungrigen Hai alleine durch das Neigen des iPhones. Schon saust der Knorpelfisch los, um die zahllosen kleinen Fische aufzufressen. Das gibt Punkte, füllt den Health-Pegel wieder auf und lässt den Hai über kurz oder lang wachsen und stärker werden. Im Oberflächenwasser kann der Hai auch kreischende Schwimmer auffressen, Strandnixen vom Wasserrand polken oder den Jet-Ski-Rasern hinterhersausen. Mit einem “Boost” (Finger auf’s Display drücken) springt der Hai sogar aus dem Wasser, um fliegende Pelikane zu erwischen. Spaß macht es auch immer wieder, tiefer zu gehen, um die tiefschwarzen und nachtdunklen Gefilde ganz, ganz unten zu erforschen.

Bei Hungry Shark darf das zähnebewehrte Maul nie stillstehen. Der Hai braucht Energie. Geht der Health-Balken zur Neige, stirbt der Hai – und das Spiel ist sofort vorbei. Energie verliert der Hai sowieso ständig. Aber wenn er sich dann auch noch mit Quallen, Krebsen oder Kugelfischen anlegt, verliert er auf einen Schlag gleich ganz viel Power. Das passiert auch, wenn der Hai in eine explodierende Mine, in eine Öllache oder in die Ausdünstungen eines leck geschlagenen Giftfasses hineinschwimmt. Also Vorsicht!

Hungry Shark 3 macht erstmals auf HD und bietet eine feine Retina-Grafik. Da freut man sich als Besitzer eines iPhone 4. Wichtiger für den Hungry-Shark-süchtigen Spieler ist aber vielmehr, dass sich in Part 3 einmal mehr die Unterwasserwelt erweitert hat. So gibt es über 25 neue Feinde und Fresserchens. Wir haben bei unserem ersten Spiel etwa andere Haie ausgemacht, die sich nun ebenfalls als Freßkonkurrenten mit im Wasser tummeln. Hinzu kommen ultraschnelle Schwertfische und der mysthische Kempy-Barsch.

Schilder führen den Spieler unterwasser in eine völlig neue Spielwelt hinein. Ein riesengroßes Labyrinth aus Höhlen und Gängen führt mitten durch eine aktive Vulkanlandschaft hindurch. Hier brechen immer wieder Vulkane aus und bringen das Wasser zum Kochen. Keine Frage: Der Hai sollte dann besser nicht an dieser Stelle auf die Jagd gehen, sonst kann man sofort Schillerlocken aus ihm machen. Gelingt es dem Hai, diese Hürde zu nehmen, so entdeckt er ein geheimes Forschungslabor der Menschen, das tief in den Felsen eingearbeitet ist. Hier läuft leckere Beute herum, die sich mit einem kühnen Sprung von den Plattformen holen lässt. Allerdings sind die Menschen hier nicht eben wehrlos. Passt der Spieler nicht auf, hängt der Hai auf einmal ausgeweidet am Seil. Upps.

Hungry Shark 3 ist ein echter Time-Killer, ein Kultspiel für die Mittagspause, ein makabrer Freßspaß vom anderen Ende der Nahrungskette. Das Spiel unterstützt das Game Center mit 20 Challenges, die zu knacken sind. Es kostet nicht mal einen Euro. Also: Volle Kaufempfehlung. (Carsten Scheibe)

Hinweis: Dieses Review wurde für die Version 3.0.1 geschrieben. Die Version 3.0.2 bietet neue In App Purchases, darunter den Mega Shark, das Blood Bath und eine Treasure Map (Schatzkarte), die alle wichtigen Verstecke der Bonusgegenstände im Level anzeigt.

Hungry Shark Part 3 3.0.2
Anbieter: Future Games of London
Größe: 32,7 MB
Preis: 0,79 Euro
Sprache: Englisch
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