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Kategorien: Alle anzeigen, iPhone: Fun | Datum: 12.04.2011

Disser 1.5: Schimpfwortgenerator mit Höllenfürst-Stimme

Es gibt Momente, da kann man einfach nicht still bleiben. Und man darf es auch nicht. Da muss man den Mund aufmachen und ein paar kräftige Schimpfwörter rauslassen. Aber welche nur? Der Disser kennt über 4.000 deftige Kraftausdrücke – und scheut sich auch nicht, sie laut auszusprechen.

Manchmal muss man sich einfach wehren. Zumindest verbal. Wem es die Natur nicht in die Wiege gelegt hat, schimpfen zu können wie ein Rohrspatz auf Kokain, der muss sich eben fachkundige Unterstützung holen. Wer auf all seinen Wegen immer ein iPhone in der Tasche mit dabei hat, investiert am besten einen Euro in den digitalen Schimpfweltmeister Disser.

Die schräge iPhone-App kombiniert immer ein erlesenes Adjektiv mit einem fiesen Hauptwort und zimmert so herrliche Schimpfwörter wie “angeschimmelte Kacktrüffel”, “durchgenudelte Partybremse” oder “riemiger Schwabbelpanzer” zusammen. Zwei Drehrädchen erlauben es dem Anwender, selbst immer wieder neue Kombinationen zusammenzustellen, wie sie die Welt noch nicht gelesen oder gehört hat. “Talentfreie Speckbratze”, “ausgefranzter Kanalartist” oder “angeschimmelte Kotzgranate – es gibt so vieles, was nicht im Duden steht.

Der Disser hilft aber nicht nur auf kreative Weise dabei, immer wieder neue Schimpfwörter zu erfinden. Die App spricht die Wörter auch laut aus – im glasklaren, absolut verständlichen Deutsch. Wer es sich also selbst nicht traut, die Klappe kräftig aufzureißen, der drückt einfach auf das rote Play-Knöpfchen und macht das iPhone so zum Sprecher. Noch besser: Der zweite Knopf im Display stellt selbstständig ein Schimpfwort nach dem nächsten zusammen und spricht es auch sofort aus. Wer hier ein bisschen Klick-Klick-Klick macht, kann also eine ganze Schimpfkanonade auf einmal von der Leine lassen – ein herrlicher Spaß für alle, die es gern ein wenig derbe mögen.

Ist gerade niemand zugegen, den man mit dem Disser beschimpfen könnte, so ist das auch kein Problem. Die aktuelle Beschimpfung lässt sich auch in eine E-Mail übernehmen oder via Twitter oder Facebook aus dem iPhone heraus absetzen. Das hat sogar noch ein Gutes. Jedes Mal, wenn der Anwender diese indirekte Möglichkeit der unverfrorenen Beschimpfung aus der Ferne wahrnimmt, schaltet er auf diese Weise weitere Schimpfwörter frei, die dann dauerhaft mit in der App zur Verfügung stehen.

Fazit: Der Disser ist eine überaus professionell umgesetzte Fun-App, die auf jedes iPhone und auf jeden iPod touch gehört. Man weiß nie, wann man die bösen Worte einmal dringend braucht. Ich nehme mir jedenfalls schon einmal vor, die App beim nächsten Pokerabend mit den Jungs bereit zu halten. Wenn ich dann aus dem Turnier ausscheide, bevor ich ins Geld gekommen bin, dann weiß ich schon, was zu tun ist. (Carsten Scheibe)

Update: Dieses Review wurde für die Version 1.2. geschrieben. Die neue Version 1.3.3 führt ein Bugfixing durch und präsentiert sich kompatibel für iOS 4.1. Die neue Version 1.4 unterzieht sich einem optischen Makeover. Die App wurde mit einer frischen Hochglanzgrafik ausgestattet und präsentiert sich nun Retina- und damit iPhone-4-kompatibel. Die Version 1.5 erlaubt es erstmals, die Stimme der App zu wechseln. Neben der normalen Stimme stehen nun auch noch die Varianten Höllenfürst und Pampiger Giftzwerg zur Verfügung.

Disser 1.5
Entwickler: SpiritX Media Solutions
Größe: 30,7 MB
Preis: 0,79 Euro
Sprache: Deutsch
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