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Kategorien: Alle anzeigen, iPad: Information, iPhone: Information | Datum: 28.03.2011

Verbrechen 1.2: Gefährliche Nachbarschaft

Das ist doch endlich mal wieder eine App mit einer völlig neuen Idee: Die neue App “Verbrechen” wertet den lokalen Polizeibericht aus und markiert die Orte der Vergehen direkt in einer Google-Karte. So kann man sich jederzeit zeigen lassen, wie sicher die eigene Nachbarschaft ist.

Jeden Tag bekommen wir in der Redaktion E-Mail-Post von der Polizei. Die Pressestelle meldet uns die aktuellen Verbrechen der näheren Umgebung und listet die relevanten Vorkommnisse des Tages. Ob es um einen Einbruch geht, jemand betrunken Fahrrad gefahren ist oder ein Autofahrer ein Wildschwein über den Haufen gefahren hat: Wir erfahren es dank des heißen Drahts zur Polizei immer als erste. Als Herausgeber eines lokalen Stadtmagazins im Speckgürtel von Berlin stellen wir diese Polizeiberichte direkt auf unsere Homepage www.falkenseeaktuell.de. Aus diesem Grund sind wir bereits bestens mit dem Konzept des Polizeiberichts vertraut.

Was aber die Berliner App “Verbrechen” aus diesen Berichten macht, darauf wären wir selbst nie gekommen. Die App nutzt GPS, um den Standort des iPhone-Nutzers in Erfahrung zu bringen. Dieser Standort wird automatisch in einer Google-Maps-Karte markiert. Der besondere Clou: Die App wertet passend zum ermittelten Standort die lokalen Polizeiberichts-Meldungen der letzten Wochen aus und markiert die Orte des Verbrechens direkt in der Karte. Auf diese Weise kann man sehr gut sehen, wie sicher die eigene Nachbarschaft ist und ob es in der Umgebung zum eigenen Standort vielleicht einen Schwerpunkt gibt, was z.B. die Häufigkeit von Einbrüchen oder Schlägereien anbelangt.

Jede einzelne Polizeimeldung wird in der Google-Karte mit einem runden, roten Symbol markiert. Es dauert nicht lange und dann kann man schon anhand des Symbols sehen, ob hier eine Alkoholfahrt oder vielleicht doch eher ein Einbruch gemeldet wird. Ein Fingerzeig auf einen solchen Markierungs-Pin reicht aus, um eine erste Kurzinfo einzublenden. Sie gibt die Überschrift des Vebrechens, den Straßennamen und das Datum der Meldung vor. Ein weiterer Fingerzeig blendet die vollständige Polizeinachricht ein. Da die Meldungen meist sehr professionell verfasst sind, bekommt man hier auch wirklich Informationen satt geboten.

Die App ist gleich nach ihrem Upload in den App Store in die Top-10 der Verkaufs-Charts geschossen. Und das zu Recht. Es macht einen Heidenspaß, seine jeweilige Umgebung zu scannen und sich das Verbrechenspotenzial der Nachbarschaft anzeigen zu lassen. Gerade ein Trip aus dem Berliner Umland kreuz und quer durch die Hauptstadt zeigt sehr gut auf, wie sich die Verbrechensrate steigert, wenn bestimmte Bezirke aufgesucht werden. Das ist einmal eine Umgebungssuche, wie es sie bislang noch nicht gegeben hat. Da der Polizeibericht täglich neu eingelesen wird, bleibt die App auch immer topaktuell.

Die Jungs vom Kreuzberger Entwicklerteam haben bislang die deutschen Bundesländer Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westphalen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein auf dem Radar. Die Bundesländer, die bislang noch fehlen, sollen so schnell es geht an die App angebunden werden. Hier ist nur ein wenig Geduld gefragt. Wichtig: Ein Teil der Einnahmen aus dem Verkauf der App wird für wohltätige Zwecke, speziell zur Unterstützung der Opfer von Verbrechen, gespendet. (Carsten Scheibe)

Hinweis: Dieses Review ist für die Version 1.0 geschrieben worden. Die neue Version 1.1 macht aus der App eine Universal-App, die auch auf dem iPad läuft. Außerdem kann man einen Zeitfilter setzen und sich via Push-Meldung auf neue Verbrechen hinweisen lassen. Die Version 1.2 behebt Fehler und sorgt für verschiedene Optimierungen.

Verbrechen 1.2
Anbieter: BerliTec
Größe: 4,1 MB
Preis: 1,59 Euro
Sprache: Deutsch
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