Kategorien: Alle anzeigen, iPhone: Spiele | Datum: 09.03.2011
Helsing’s Fire 1.4: Wenn der Vampir fröhlich fackelt
Die Vampire sind los. Im Kultspiel “Helsing’s Fire” greift der Spieler dem Vampirjäger Van Helsing und seinem Assistenten Raffton unter die Arme, um mit der untoten Brut aufzuräumen. Dabei nutzt das Spiel in 90 Leveln eine grundlegend neue Idee: Es gilt, ein magisches Feuer so geschickt in einem Raum voller Hindernisse zu platzieren, das alle Untoten in ihm verbrennen.

Das Spiel “Helsing’s Fire” räumt auf – mit Riesenratten, Vampiren, Skeletten und am Ende sogar mit Dracula selbst. Der Spieler schlüpft in die Rolle von Van Helsing und seinem Assistenten Raffton. Beide wagen sich todesmutig in ein Gebäude hinein, in deren einzelnen Räumen es vor untoten Monstern nur zu wimmelt. Ihre einzige Waffe – ein magisches Feuer.
In der Levelübersicht wählt der Spieler den Raum aus, der als nächstes gesäubert werden soll. In jedem Raum sind stets einige Monster zu finden. Manchmal sind es nur drei, manchmal aber auch fünf oder mehr. Um sie zu vernichten, platziert der Spieler mit dem Finger eine magische Fackel im Raum. Ihr Licht strahlt sofort in alle Richtungen. Wird ein Monster vom Licht berührt, wird es stark vergrößert. So weiß der Spieler, dass er es sicher im Visier hat.
Der ganze Raum ist allerdings vollgestellt mit zahllosen Kisten, Schränken und anderen Hindernissen. Sie halten das Licht auf und werfen einen Schatten, in dem die Monster sicher sind. Die besondere Schwierigkeit bei “Helsing’s Fire” ist, die magische Fackel so zu platzieren, dass alle Monster in ihrem Licht stehen. Dann reicht es aus, mit dem Finger auf eine farbige Phiole am unteren Spielfilmrand zu tippen, um eine magische Druckwelle durch den Raum wabern zu lassen. Sie bringt alle Monster zum Platzen.
Der Schwierigkeitsgrad nimmt von Level zu Level stetig zu. Schon bald gibt es Monster in völlig unterschiedlichen Farben. Dann erhält der Spieler auch mehrere Phiolen. Das Problem ist, dass der Spieler sehr auf die richtigen Farben achten muss. Erwischt er ein Monster mit der falschen Phiole, so wird es stärker statt schwächer. In manchen Leveln muss der Spieler das Licht mehrfach neu und mit Bedacht in der richtigen Abfolge platzieren, um die Gegner zu erlegen. Das ist die besondere Schwierigkeit im Spiel: Man muss ganz genau überlegen, wie man die Untoten platt macht. Ein falscher Schritt kann alles zunichte machen.
Das Spiel bietet drei Welten mit je 30 Leveln an. Hinzu kommt, dass alle Levels bei jedem neuen Durchgang immer wieder anders arrangiert werden. So gesehen hören die Schwierigkeiten nie auf und das Spiel stellt stets neue Herausforderungen. Im Survival Modus muss man sich sogar endlos gegen die heranstürmenden Horden erwehren.

Fazit: “Helsing’s Fire” bietet ganz eindeutig eine völlig neue Spielidee. Auch das Gameplay und die Optik sind cool und machen Spaß. Der Preis ist erstklassig: Für knapp einen Euro bekommt man sehr viel geboten. Ich persönlich finde allerdings, dass die Spanung nach etwa zehn Leveln doch ein wenig nachlässt und es fast zur Routine wird, die Vampire zu zerstrahlen. Das ewig gleiche Fackel-ausrichten ist meiner Meinung nach eben nicht abendfüllend. So gesehen spreche ich zwar meinen Respekt für die neue Spielidee aus. Zu meinen Favoriten auf dem iPhone gehört das Spiel aber nicht. (Carsten Scheibe)
Update: Das Review wurde für die Version 1.0 geschrieben. Die neue Version 1.3 unterstützt nun auch das hochauflösende Retina-Display vom iPhone 4. Inzwischen stehen auch 120 Levels zur Verfügung und nicht mehr nur 90. Die Version 1.4 spendiert eine neue Kampagne, neue Puzzle-Elemente und ein paar Bugfixes.
Helsing’s Fire 1.4
Anbieter: Clickgamer
Größe: 22,2 MB
Preis: 0,79 Euro
Sprache: Englisch
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