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Kategorien: Alle anzeigen, iPad: Spiele | Datum: 24.12.2010

Osmos for iPad 1.6.4: Die Großen fressen die Kleinen

Wenn es denn wirklich so etwas gibt wie ein echtes Chill-out-Spiel für das iPad, dann ist das Osmos. In einer planetaren Sternenkulisse steuert der Spieler eine sphärenartige Blase, die andere Masse adsorbieren und auf diese Weise wachsen kann. 99 knifflige Levels warten auf einen Spieler mit ruhigen Fingern.

Sobald Osmos gestartet ist, scheint die Zeit rund ums iPad langsamer zu fließen. Eine idyllische Sphärenmusik webt einen Klangteppich, der den Geist zum Chillen bringt und den Alltagsstress auf Abstand hält. Die Entwickler empfehlen, beim Spielen Kopfhörer aufzusetzen, um den Sound noch besser genießen zu können und um ganz in der Welt von Osmos zu versinken. Das ist sicherlich ein guter Tipp.

Wer Osmos im Odyssey-Modus startet, beginnt eine Guided Tour, die Level für Level an Schwierigkeit zulegt und dem Spieler zugleich zeigt, wie abwechslungsreich und knifflig die einzelnen Levels sein können. Anschließend warten noch einmal 72 Levels im Arcade-Modus auf den Anwender.

Der Spieler steuert eine runde, blaue Kugel, die durch den schwarzen Weltraum schwebt. Auf mich wirkt diese Kugel wie eine Mischung aus einer Qualle und einem Meteor. Auf jeden Fall leuchtet die Kugel und zeigt ein lebhaftes Inneres. Das erweckt den Eindruck, etwas Lebendiges vor sich zu haben.

Im einfachsten Fall eines Falles muss der Spieler seine Kugel aktiv durch das Weltall steuern, um kleinere blaue Kugeln durch einen herbeigerufenen Zusammenprall zu assimilieren und größeren roten Kugeln aus dem Weg zu gehen, da jede Berührung hier der Untergang des Spielers wäre (3 Finger auf’s Display zum Levelneustart!). Mit der Zeit wächst die eigene Kugel. In jedem Level wird ein völlig neues Levelziel vorgegeben. Sobald es erreicht ist, meldet die App das – und der Spieler kann entweder noch ein wenig weiterspielen oder gleich in den nächsten Level wechseln.

Die eigene Kugel ist ganz leicht zu steuern. Ein Finger-Tapp direkt hinter die Kugel beschleunigt die Kugel in die entgegengesetzte Richtung. Dabei verliert die Kugel aber immer ein klein wenig Masse, sodass zu viel Bewegung dazu führt, dass man eher schrumpft denn an Masse zunimmt. Mit zwei Fingern kann der Spieler auch einen Zoom setzen – und damit selbst bestimmen, wie groß oder klein der sichtbare Bildausschnitt ist. Ebenso ist es mit einem Fingerwisch nach rechts oder links möglich, die Zeit schneller oder langsamer fließen zu lassen. Je langsamer die Zeit verrinnt, umso genauer kann die eigene Sphäre bewegt werden.

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Die Levels haben es in sich. Mal schwirren viele große rote Kugeln im Level umher, mal ist die eigene Kugel im Orbit eines gewaltigen Planeten gefangen. Dann tauchen auf einmal grüne Anti-Materie-Sphären auf, die besser ebenfalls nicht berührt werden. Für Abwechslung ist also gesorgt.

Osmos präsentiert sich dabei als wunderschön gemachtes iPad-Spiel, das in Sachen Grafik und Sound echte Akzente setzt. Was ein wenig fehlt, ist der Suchtcharakter. Nach ein paar Leveln ist man völlig entspannt – und startet zum Aufwachen doch lieber wieder ein schnelles Actionspiel. (Carsten Scheibe)

Hinweis: Das Spiel gibt es in einer separaten Fassung auch für das iPhone.

Hinweis: Diese Review wurde für die Version 1.6.1 geschrieben. Die neue Version 1.6.4 unterstützt das Game Center und iOS 4.2.

Osmos for iPad 1.6.4
Anbieter: Hemisphere Games
Größe: 18,7 MB
Preis: 3,99 Euro
Sprache: Englisch
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