Kategorien: Alle anzeigen, iPhone: Freizeit | Datum: 13.03.2010
AntiSnore 1.1: Schatz, schnarche ich?
Sie sagt: Schatz, du schnarchst. Er sagt: Stimmt ja gar nicht. Die App AntiSnore findet es heraus. Dazu muss das wachsame iPhone nur neben dem Bett platziert werden. Die App fängt alle Dezibel-Explosionen aus dem Rachenraum ein und führt ein echtes Schnarchprotokoll.

Ein guter Schnarcher erreicht die Lautstärke eines Presslufthammers. Kein Wunder, dass der Partner dies selten mit freundlicher Anteilnahme aufnimmt. Oft genug dauert es nur ein paar Nächte und es gibt statt einiger liebevoller Rüttler bloß noch böse Tritte unter der Bettdecke.
Wer einen chronischen Schnarcher in der Familie hat, muss ihm (oder seltener auch ihr) meist beweisen, was da nachts für ein Konzert stattfindet. Dabei hilft die App AntiSnore. Das kleine Programm aus dem Signs-Studio-Pool ist kinderleicht zu bedienen.
Das iPhone muss mit aufgerufener AntiSnore-App neben das Bett gelegt werden. Sobald der große grüne Wirbel-Button im unteren Drittel gedruckt wird und sich rot färbt, startet die Aufnahmefunktion. Das iPhone lauscht nun in das Schlafzimmer hinein. Sobald Geräusche ertönen, die über einen bestimmten Geräuschpegel hinausgehen, interpretiert die App das das Schnarcher – und führt Buch. Am nächsten Morgen lässt sich das Protokoll aufrufen. Es zeigt die Uhrzeiten der Schnarcher und ihre Intensität an. AntiSnore speichert alle Protokolle, sodass es möglich ist, genau Buch über die letzten Nächte zu führen.
AntiSnore muss kalibriert werden, bevor es sich benutzen lässt. Mit den beiden Schiebereglern “Threshold” und “Mic Gain” ist es möglich, die akustische Schwelle zu definieren. Das bedeutet, ein Geräusch muss laut und lang genug sein, um als Schnarcher interpretiert zu werden. In einem Demo-Modus kann man seine Schnarcher selbst simulieren, um so zu testen, wie die Einstellungen sein müssen. Das ist nicht immer ganz einfach, aber es haut hin.

Wer etwas gegen sein Schnarchen tun möchte, schnallt sich sein iPhone an den Oberarm oder ans Bein. Sobald der Benutzer schnarcht, beginnt das iPhone zu vibrieren. Dadurch wird man geweckt, rollt sich zur Seite und hört erst einmal auf mit dem Sägen. Ob das so klappt? Ich habe mir zwar zwei, drei schnarchfreie Protokollnächte gegönnt, aber darauf verzichtet, mir das iPhone an den Körper zu binden. Die Vorstellung war mir dann ohne Not doch zu extrem.
So oder so verschlingt die Überwachung in einer Nacht sehr viel Akku-Leistung. Wer also auf das Umschnallen und das Vibrieren verzichten kann, sollte das iPhone lieber an die Steckdose anschließen, wenn es geht. (Carsten Scheibe)
AntiSnore 1.1
Entwickler: Signs Studios
Größe: 0,6 MB
Preis: 1,59 Euro
Sprache: Englisch
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