Das Typemania-Netzwerk
Pressebüro TypemaniaFalkensee aktuell
Alle meine Apps
Besucher
- heute: 762
- aktueller Monat: 5.517
- aktuelles Jahr: 31.052
- letztes Jahr: 271.144





kostenlose counter

Kategorien: Interview | Datum: 04.02.2010

“Niedrige Hürden auf dem Weg zur App”: Heinz Ingensiep von Glanzkinder

Die Kölner Glanzkinder GmbH ist bereits seit der Beta-Phase Mitglied im iPhone Developer Program und blickt auf mehrjährige Erfahrung als Entwickler von iPhone Apps zurück, die auf eigenen sowie immer häufiger auf den Ideen von Auftraggebern beruhen. Carsten Scheibe sprach mit Heinz Ingensiep (45 Jahre alt) dem Gründer und Geschäftsführer des seit Jahren komplett auf “mobile” eingestellten Systemhauses.

Wer sind die Glanzkinder? Wo kommt ihr her? Und warum dieser komische Name?

Glanzkinder wurde im Jahr 2004 als Designer-Netzwerk sowie als Dienstleister für Konzeption, Marketing und Web-Programmierung gegründet. Der Name hat mit der Erkenntnis zu tun, dass wohl jeder Mensch besondere, oft auch kreative Fähigkeiten hat, die aber in den meisten Unternehmensstrukturen nie wirklich zur Entfaltung oder zum “Glänzen” kommen können. Als Lippenbekenntnis wird Kreativität oft und gern gefordert, aber gleichzeitig durch die Unternehmenskultur verhindert. Der Versuch, dies anders zu machen, ist ein echter Schwerpunkt bei Glanzkinder.

Wie lange macht ihr das mit den Apps schon? Und wer gehört zu den Kunden?

Wir sind seit 2007 Teilnehmer des iPhone Developer Programm – also noch deutlich vor der Eröffnung des App Store im Sommer 2008. Schon seit 2005 gab es bei Glanzkinder Software-Projekte in den Bereichen Second Life und Social Networks. Zu den Auftraggebern gehören markt- oder technologieführende Unternehmen wie Arktis.de, Bertelsmann, e-Wolf, Suzuki und Universal Music, aber auch innovative kleinere Firmen bis hin zu Selbständigen oder privaten Einzelpersonen. Das ist uns auch besonders wichtig: Wir wollen möglichst niedrige Hürden auf dem Weg zur eigenen App! Man muss keine mehrköpfige Abteilung beschäftigen, um von uns eine App programmiert zu bekommen.

Was erwartet ihr vom Kunden, der eine App haben möchte? Welche Hausaufgaben muss der machen?

Das Wichtigste ist nach unserer Erfahrung seine Formulierung der Zielerwartung. Alles Weitere lässt sich im Dialog herausfinden. Zu Beginn gingen die Anfragen meist in die Richtung “Wir möchten gerne unsere Webseite als App abbilden” oder “Kann man nicht mal ein lustiges Quiz als Marketingtool machen”. Heute jedoch ergeben sich im Austausch mit den Kunden ganz neue Potentiale: Neukundengewinnung, Kundenbindung, Bestellservice, Informationsservice, technischer Support, Mitarbeiterschulung, Vertriebsunterstützung und Steuerung sind nur einige der neuen Einsatzbereiche.
Auch wenn zu Beginn die Anfragen meist von Unternehmen mit einer breiten Endverbraucher-Zielgruppe kamen, ist derzeit die stark wachsende Nachfrage von Anfragen auffällig, die auf Business-to-Business Apps (B2B) zielen.

Die Gesamtzahl der Anfragen ist seit dem Sommer letzten Jahres geradezu explodiert. Das kann schon mal an nur einem Tag Kontakte zu der Firma hinter Dolly Buster und Kirche.TV mit sich bringen! Die “Qualität” dieser Anfragen geht von “Was kostet eine App? MfG…” bis hin zu der Aufforderung, sich an Ausschreibungen internationaler Konzerne zu beteiligen. Generell haben die Interessenten vielfach hervorragende Ideen, es fehlt aber vielleicht an der exakten Kenntnis der Umsetzungsmöglichkeiten auf den verschiedenen Plattformen.

Interview heinz3

Wie lange dauert die Programmierung? Bekommt der Kunde Betas zu sehen? Stellt ihr das in den App Store? Wie sieht es mit Updates aus?

Die Projektlaufzeit variiert von wenigen Tagen für ein besonders simples oder Folge-Projekt bis hin zu vielen Wochen. Unser bislang mächtigstes Projekt lief über ein Jahr.

Die Beta-Versionen heißen in diesem Kontext “Ad Hoc Build”: In komplexeren Projekten erhält der Auftraggeber von uns für Test und Freigabe Design- und Funktionsprototypen per E-Mail, die er unter Umgehung des App Store und des iTunes Review Teams direkt auf seinem Endgerät installieren kann.

Wenn der Kunde keinen eigenen iPhone Developer Account hat und wünscht, übernimmt Glanzkinder natürlich gerne den Upload via iTunes Connect. Ansonsten unterstützen wir unseren Auftraggeber gerne beim Beantragen und Einrichten eines eigenen Accounts.

Bei Updates ist zwischen durch die Technik oder durch die Funktionalität verursachtem Aktualisierungsbedarf zu unterscheiden: Im ersten Fall muss eine App beispielsweise an iPhone OS 3.0 angepasst werden oder soll künftig auch auf dem iPad laufen. Im zweiten Fall wollte der Auftraggeber vielleicht erst einmal das App-Geschäft mit einer kleinen Version erproben und gibt nach erfolgreichem Markttest funktionale Erweiterungen in Auftrag.

Was kostet das Ganze eigentlich? Pi mal Daumen?

Immer wieder erleben wir, dass Kunden positiv überrascht sind und mit weit höheren Kosten gerechnet hätten. Derzeit bewegen sich ca. 60 Prozent unserer Projektvolumen zwischen 2.500 und 6.000 Euro. Um eine derartig hohe Preis- und Fachkompetenz anbieten zu können, ist es auch bei einem so relativ jungen Thema erforderlich, von Anfang an dabei zu sein und sich die entsprechenden Werkzeuge aufzubauen.

Wie sieht es mit den Rechten am Quellcode aus?

In der Regel erwerben unsere Auftraggeber nicht den Sourcecode. Das hat deutliche Vorteile, denn so können wir jedem Auftraggeber die Integration bereits realisierter Funktionsmodule in seine Lösung zum günstigsten Preis anbieten. Wenn ein Auftraggeber aber den Quellcode aus firmeninternen oder rechtlichen Gründen benötigt, ist auch ein solches Modell denkbar, das aber die Kalkulation natürlich beeinflusst.

Viel wichtiger als der Quellcode – der ja nicht vor Nachahmern mit einem anderen Quellcode schützt – ist nach unserer Überzeugung der rechtzeitige Einstieg und die Positionierung in diesem Zukunftsmarkt.

Was ist eure Lieblings-App aus eigener Produktion? Und welche App hättet ihr gern gemacht?

Es ist immer schwer, sich für ein Lieblings”kind” zu entscheiden. Aber von den gebotenen Möglichkeiten her ist unser Kleinanzeigenmarkt “iLitfass” immer noch eine der coolsten Apps für mich.

Ansonsten ist Shazam sicherlich eine der Apps, welche die Smartphone-Möglichkeiten sehr früh und besonders überzeugend demonstriert haben.

Wie erkennt der Kunde eine gute und wie eine schlechte App-Manufaktur?

Keine einfache Frage… Ein Interessent sollte sich anschauen, wie lange es das Unternehmen bereits gibt. Ist die Entwicklung mobiler Apps für diesen Dienstleister strategisch oder nur ein “modisches” Arbeitsfeld von vielen? Interessiert er sich wirklich für meine Ausgangslage oder will man mir nur einen Standard überziehen? Kann er auch Datenbank- und Web-Programmierung leisten, falls das Mobile App-Projekt dies erfordert? Wie sieht es mit Angeboten zu App Design und App Promotion (Pressearbeit, Werbung) aus?

Machen euch Klick-Baukästen wie AppMakr Konkurrenz?

Nein. Wir finden den Ansatz von AppMakr gut. Aber erstens braucht man für alles, was über die Darstellung von Feeds einer vorhandenen Webseite, Blogs oder Profils hinausgeht, eben doch Fachleute und häufig auch Beratung. Und zweitens kann man eine derart einfache Umsetzung in vielen Fällen auch bei Entwicklern wie Glanzkinder für die knapp 500 Euro bekommen, die es bei AppMakr kostet, die per Klickbaukasten erstellte App unter dem eigenen Namen zu veröffentlichen.

Interview heinz4

Wie seht ihr den App-Markt 2010? Wie wird das iPad den Markt verändern?

Man muss kein Guru sein, um zu erleben, wie das Thema mobile Apps jeden Tag an Bedeutung gewinnt. Smartphones sind bereits heute nicht mehr nur Endgeräte zum Abrufen von mehr oder weniger optimierten Websites, sondern sie und die auf Ihnen verfügbaren Apps verändern messbar die Art und Weise, wie wir an Informationen gelangen, wie Unternehmen arbeiten, wie sie ihre Kunden finden und diese durch optimalen Service binden.

Darüber hinaus sehen wir ein steigendes Interesse an Android. Was das iPad angeht, gehen die Meinungen bei Glanzkinder noch etwas auseinander. Ich persönlich bin aber fest von seinem Siegeszug überzeugt.

Glanzkinder GmbH & Co. KG, Hospeltstr. 67-69, 50825 Köln
Ansprechpartner für die Presse: Klaus Reckert
Tel.: 0221 – 310 637 31
Fax: 0221 – 310 637 40
E-Mail: klaus@glanzkinder.com
Internet: http://www.iphone-programming.de und http://mobileticker.info




Vielleicht interessieren Sie diese Reviews auch

Rainer Wolf von arktis.de: Erste Gedanken zum Apple iPad

Der münsterländische Apple Versender arktis.de ist spezialisiert auf den Vertrieb von Apple-, iPhone-, iPod- und Macintosh-Produkten. Außerdem bietet arktis.de immer auch ein erfrischendes Sortiment an ausgefallenen Gadgets an. Seit 2009 entwickelt arktis.de selbst verstärkt Apps für den iPod touch und das iPhone. Wir baten Geschäftsführer Rainer Wolf um einen ersten Gedankenaustausch zum Thema iPad.

Review lesen »

Interview: Matt Coombe, Entwickler von Mega Jump

Mega Jump von Get Set Games aus Kanada steht seit Monaten ganz weit oben in den App Store Charts. Kein Wunder: Das Spiel kostet keinen Cent, adaptiert die beliebte Doodle-Jump-Idee auf besonders actionreiche Weise und bietet immer wieder neue Erweiterungen per Update an. Wir sprachen über das Spiel mit Matt Coombe, einem der Gründer von Get Set Games.

Review lesen »

Canada-Apps: In sieben Schritten zur Reisebuchung

Die Canadian Tourism Commission (CTC) ist eine kanadische Crown Corporation und betraut mit Aufgaben zur Förderung des Tourismus aus diversen internationalen Quellmärkten, darunter auch Deutschland. Ihr Auftrag ist es, die Welt immer wieder auf die außerordentlich attraktiven Angebote Kanadas aufmerksam zu machen und dabei die durch den Tourismus in vielen Wirtschaftszweigen erzielten Umsätze zu steigern. Die für Ihre Informations- und Marketing-Aktivitäten preisgekrönte CTC setzt diese jetzt auch im Bereich Mobile Business fort.

Review lesen »



In eigener Sache: 800+ Kunden vertrauen uns ihre Pressearbeit an. Wenn Sie eine iPhone-App programmiert haben und Pressemitteilungen mit Pepp brauchen, melden Sie sich bei uns. Unser Portfolio finden Sie auf unserem Presseserver http://itpressearbeit.de.