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Kategorien: Alle anzeigen, iPhone: Information, iPhone: Navigation | Datum: 02.01.2010

Trackel 1.0: Geokodierte Videos

Trackel ist ein internationaler Videodienst mit Basis in Deutschland, der nun auch den Weg aufs iPhone gefunden hat. Die App ist kostenfrei und erlaubt es, eigene Videos geokodiert direkt ins Web hochzuladen. Auf Reisen zeigt Trackel so stets erste Eindrücke vom Zielort.

Trackel ist ein kostenloser Dienst im Internet. Onliner, die sich auf der Homepage angemeldet haben, können ihre Videos auf den Server hochladen und dabei auch gleich benennen, wo sie eigentlich entstanden sind. Die geokodierte Speicherung ergibt mächtig Sinn: Trackel nutzt – für alle Anwender nutzbar – eine Google-Weltkarte, um beliebige Orte zu finden und anzuzeigen. Liegen passend zu diesem Ort bereits erste Trackel-Videos vor, so weist eine rote Markierung in der Karte auf den genauen Standort hin, zu dem das Video gehört. Ein Mausklick reicht aus, um das betreffende Video abzuspielen. So ein Service eignet sich sehr gut dafür, optische Vorab-Recherche zu betreiben – etwa vor einer Städtereise oder einem Urlaub am Meer. So kann man ohne großen Aufwand einen Eindruck davon bekommen, wie es “vor Ort” aussieht.

Trackel macht nicht nur am Büro- oder Privatrechner Sinn, sondern auch in der mobilen Welt. Und so ist es nur konsequent, dass es Trackel 1.0 nun auch für das iPhone gibt. Die App belegt nur wenig Platz im Speicher und ist noch dazu völlig kostenfrei: Da gibt man der Idee doch gern eine Chance.

Trackel 1.0 zeigt nach dem ersten Start auf dem iPhone einen Zufallsort auf der Google-Karte an – etwa Los Angeles, Seoul oder Paris. Sozusagen zum Vorglühen und zum Zeigen, wie der Dienst funktioniert. In den Plan sind bereits einige Trackel-Marken eingezeichnet. Ein Fingerdruck reicht an dieser Stelle aus, um den Namen des hinterlegten Videos einzublenden. Ein weiterer Fingerdruck holt die detaillierte Video-Infoseite auf den Bildschirm. Sie verrät, wer das Video gedreht hat, was es eigentlich zeigt und über welche Web-Seite sich zusätzliche Informationen abrufen lassen. Jedes Video weist auch ein Rating mit maximal fünf Sternen auf. So kann man schon vor dem Starten des Videos ablesen, wie die Trackel-Community den Filmschnippsel bewertet. Sobald das Video gestartet wird, spielt die App es im Vollbildmodus ab. Das funktioniert ganz hervorragend.

Ein Tapp auf das Icon unten links in der App wechselt zum aktuellen Standort und zeigt ihn in der Google-Map an. So zeigt Trackel auf Reisen sehr schön, ob es Videos für Standorte in der Nähe gibt. Ein weiteres Icon hilft dabei, eigene Videos aufzuzeichnen und sie gleich zu Trackel.com hochzuladen.

Trotz aller Euphorie gibt es zwei Kritikpunkte. Punkt Nummer 1: Die Trackel-Homepage und die App kommen beide aus Deutschland. Natürlich macht es Sinn, sie international in englischer Sprache zu halten. Aber trotzdem wäre es nett gewesen, wenn man wenigstens die App auf eine deutsche Benutzerführung umschalten könnte. Dass die deutsche Sprache so gar nicht unterstützt wird, ist zumindest mir nicht verständlich. Dazu passt Punkt Nummer 2: Für den deutschen Raum gibt es nur sehr wenige Trackel-Videos: Für Berlin konnten wir gerade einmal vier Filme finden – und die zeigten auch nicht die wichtigsten Sehenswürdigkeiten.

Das Fazit ist also: Trackel 1.0 eignet sich zumindest theoretisch sehr gut dafür, um sich die Welt vom iPhone aus anzusehen. Damit der Videodienst wirklich Sinn macht und einen wirklich nützlichen Eindruck vom einem potenziellen Reiseziel vermittelt, müssen aber noch dramatisch mehr Filme hinterlegt werden. Dann könnte Trackel zu einer unverzichtbaren Infoquelle werden. Eine deutsche Benutzerführung würde ich mir für zukünftige Versionen ebenfalls wünschen. (Carsten Scheibe)

Trackel 1.0
Größe: 0,3 MB
Preis: Gratis
Sprache: Englisch
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