Kategorien: Alle anzeigen, iPhone: Spiele | Datum: 26.06.2010
Einfach Genial 1.2: Aber gar nicht so leicht
Reiner Knizia ist Brettspielerfinder – und ein sehr erfolgreicher noch dazu. USM setzt nun eins seiner erfolgreichsten Spiele auch für das iPhone um. Bei “Einfach Genial” geht es darum, Spielsteine taktisch geschickt auf einem sechseckigen Spielfeld abzulegen. Abgerechnet wird aber erst zum Schluss.

Bei dem berühmten Brettspielerfinder Reiner Knizia ist es leider alles andere als einfach, seine Spielregeln in kurze Worte zu fassen. Aus diesem Grund gibt es auch bei der iPhone-Umsetzung von “Einfach Genial” ein kleines Tutorial: Wenn man zeigt, wie das Spiel funktioniert, haben es alle Beteiligten in wenigen Sekunden begriffen.
Hier dennoch der Versuch, etwas zu erklären. Das Hirnschmalz-Spiel “Einfach Genial” zeigt ein sechseckiges Spielbrett, das aus lauter Sechseck-Waben besteht. In den sechs Spitzen des Spielbrettes liegt jeweils ein einzelner Stein vor. Die sechs Steine weisen alle unterschiedliche Farben und Symbole auf.
Sobald das Spiel beginnt, reicht das Programm dem Spieler sechs Spielsteine an. Sie bestehen immer aus zwei aneinanderklebenden Sechsecken. Jedes Sechseck kann dabei eine andere Farbe aufweisen. Ziel ist es nun, einen der bereitstehenden Spielsteine aufzunehmen und ihn auf dem Spielbrett abzulegen. Hier lässt er sich mit einem Fingerwisch auch drehen. Wichtig beim Ablegen: Der neue Spielstein muss direkt an einen bereits vorhandenen Spielstein angrenzen. Und Spielsteine dürfen sich nicht überlappen.
Nach einem Spielzug kommt es zur Auswertung. Das Programm sucht nun nach Nachbarsteinen in übereinstimmender Farbe. Je mehr gleichfarbige Steine in einer geraden Reihe zu finden sind, umso mehr Punkte gibt es. Unter dem Spielbrett werden die Punkte für jede Farbe hochgezählt. Erreicht eine solche Anzeige mit 18 Punkten ihr Maximum, so bekommt der Spieler einen Bonuszug geschenkt.
Gibt es keinen Platz mehr auf dem Spielbrett für weitere Züge, so ist das Spiel vorbei. Jetzt kommt es: Es verliert der Spieler mit dem niedrigsten Punktestand, der zu einer beliebigen Farbe ausgewiesen wird. Es ist also wichtig, nicht nur mit einer Farbe zu punkten, sondern mit allen.
Das hört sich kompliziert an, ist es aber nicht. Gleichwohl setzt das Spiel schon eine gewisse Taktik und Konzentration voraus. Man kann “Einfach Genial” alleine spielen, mehr Spaß macht es aber, den virtuellen Computergegner herauszufordern. Im Hot-Seat-Modus kann man auch gegen echte Menschen spielen. Möglich ist es außerdem, ein Turnier zu spielen. Hier nimmt es der Spieler nacheinander mit vier virtuellen Spielern auf – und versucht, hier zu bestehen. Auch ein Zeitlimit kann gesetzt werden.

“Einfach genial” bietet eine sehr professionelle Optik mit einem wunderschön gestalteten Spielbrett. Mit den eigenen Wurstfingern als Eingabeinstrument ist es zwar nicht immer leicht, die Spielsteine genau dort auf dem Spielbrett abzulegen, wo man sie hinhaben möchte. Da sich aber jeder Zug leicht korrigieren lässt, ist das kein Drama. Das Spiel bringt einen eigenen Soundtrack mit, erlaubt es aber auch, Songs aus dem iPod-Portfolio abzuspielen. (Carsten Scheibe)
Einfach Genial 1.2
Entwickler: United Soft Media Verlag
Größe: 5,5 MB
Preis: 1,59 Euro
Sprache: Deutsch
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